INGØYA
 

Testfischen auf Ingøya vom 22.05.-02.06.2008

Anreise
Am 22.05. starteten wir von unserem Büro in Dresden aus in Richtung Flughafen Berlin Schönefeld. Von da aus ging es per Flugzeug mit der Norwegian nach Oslo. Da es keine Direktflüge bzw. Anschlussflüge nach Alta gibt, wurde in Oslo eine Übernachtung eingeschoben. Am nächsten Morgen ging es dann weiter nach Alta, unserem Zielflughafen. Nach dem Gepäckempfang wurden die Mietwagen beladen und es konnte endlich in Richtung 71° Nord gehen.

Mit etwa fünf Stunden Zeitvorsprung erreichten wir Havöysund, der Endstation für unsere Mietwagen. Von hier ab ging es nach Entladen der PKW und beladen der Fähre nach Ingøya. Nach 1,5 Std. Fährfahrt erreichten wir endlich unser Ziel: INGØYA.

Am Fähranleger angekommen, entluden wir unser Gepäck. Thorleif, unser Gastgeber, empfing uns sehr freundlich mit seinem Auto, um uns zum Ferienhaus zu bringen.

Unterkunft und Boote
Das Doppelhaus befindet sich in circa 100m Entfernung vom Haus des Gastgebers. Direkt an Thorleifs Haus - auch als "Fabrik" bezeichnet - angrenzend, liegen die Boote mit 19 Fuß und 50 PS inklusive den Echolot-Seekartenplottern der Firma Garmin (GPSmap 420s).

Das neu erbaute Doppelhaus bietet sechs Personen reichlich Platz. Drei Schlafzimmer mit je zwei Einzelbetten, ein Wohnzimmer mit offener Küchenzeile stehen zur Verfügung.

Nachdem wir unsere Unterkunft bezogen hatten, folgte durch Thorleif die Einweisung in die Boote. Thorleif spricht zwar norwegisch, lernt aber derzeit auch englisch. Seine Frau und seine Söhne sprechen aber alle englisch.

Fischen
Nun zum sicherlich für uns Angler spannenden Teil: das Angeln. Lediglich ein Sturmtag machte das Angeln unmöglich. Die restlichen Tage hätten wir theoretisch dank der Mitternachtssonne, die hier ab 1. Mai Einzug hält, 24 Stunden Dauerangeln betreiben können. Urlaub und der Wunsch nach etwas Erholung hatten dann zur Folge, dass wir nicht dauerhaft angelten, aber dennoch am Ende unserer Reise die Relation Tag/Nacht verloren hatten. Wer steht schon 22:00 Uhr zum Frühstück auf!?

Gleich am ersten Tag konnte der größte Fisch der Tour gelandet werden. Mario "Mariotten" konnte einen stattlichen Dorsch von 18,5 kg über Bord ziehen.

Apropos Dorsch - den gab es hier in großen Mengen und Durchschnittsgewichten, wo sich jeder Islandangler die Augen reiben würde. Wir hatten zwar vor, mal einen Tag gezielt auf Dickdorsch zu fischen, aber als die Kiste nach einer Stunde mit Dorsch zwischen acht und zehn Kilo gefüllt war, stellten wir die Dorschangelei ein und widmeten uns anderen Fisch.

Mario mit 37-Pfünder

Sven mit 20-Pfünder

Giant Jig im Einsatz

Ein weiterer Fisch der Kategorie "ohne Probleme zu fangen" ist der bei vielen Anglern beliebte Seewolf. Die guten Wölfe hatten zwischen 70 und 80cm.

 

Auf der Suche nach dem Butt wurden wir etwas enttäuscht. Unsere Mitfahrer aus Thüringen konnten zwar insgesamt vier Flachmänner verhaften, jedoch waren diese eher der Kategorie Kleinbutts zuzuordnen, wobei der größte von ihnen 11 kg auf die Waage brachte. Besonders erfreulich ist, dass Harry (Gewinner beim Anglerboardtreffen) einen Butt fangen konnte.

Unser Zielfisch war allerdings ein anderer, der Rotbarsch. Von den "roten Riesen", von denen Volker Dapoz und Andree Hörmann beim ersten Besuch im Spätsommer 2007 berichteten, wollten wir uns selber überzeugen. Andree und Volker berichteten uns, dass sie die großen Rotbarsche ab Tiefen von 250m gefangen hatten.

Da wir uns in diesen Tiefen die Angelei mit herkömmlichen Multis ersparen wollten, riefen wir vor unserer Tour bei Tino Sammler von norwegen-fishing.de an und orderten uns jeder eine Elektrorolle von Ryobi. Wir fischten das Modell AD SS 700 AC. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für die kompetente Beratung und die unkomplizierte Abwicklung.

Wer in Tiefen ab 200m fischen möchte, dem können wir eine Elektrorolle wärmstens empfehlen. Wer will bzw. kann schon mehrmals den Köder an die Oberfläche aus 200m (wir haben bis 350m gefischt) befördern. Irgendwann würde hier auch der sportlichste Angler streiken. Wer sich die Anschaffungskosten sparen und die Rolle erstmal testen möchte, der kann sich bei http://www.angelgeraeteverleih.de eine solche erst einmal ausleihen - Suchtgefahr garantiert.

Auch beim Seewolffischen in 70m Tiefe hatten wir viel Spaß mit den Rollen. Auch Dorsche von 5 kg sind für die Rolle im "Fahrstuhl-Modus" kein Problem. Doch nun wieder zurück zu unseren Rotbarschen, die wir erst an den letzten beiden Tagen gefunden hatten. Nach viel Lumb, der selbst 20m über Grund nach den Ködern griff, konnte Franko endlich die ersten fünf roten Räuber mit einem Schlag an die Oberfläche befördern.

Schade, dass wir die Rotbarsche erst so spät gefunden hatten. Dennoch wurde die Suche belohnt, der größte hatte 3,5 kg.

Neben den bereits erwähnten Dorschen, Seewölfen, Rotbarschen, Heilbutt und Lumb wurden auf der Tour noch Seelachse und Schellfische gefangen. Sven fing zum krönenden Abschluss noch einen Lachs auf einen Gummimakk.

Zum Abschluss noch ein paar Eindrücke unserer Reise in Bildform.





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